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Ausbildung im Handwerk - Grundstein für eine vielversprechende Zukunft!
Handwerkskammer zu Köln

Gerüstbauer/-in

Als Gerüstbauer/-in rüsten Sie nicht nur Einfamilienhäuser für Malerarbeiten ein, Gerüste sind ebenso eine solide Basis beim Brückenbau, bei Arbeiten an Hochhäusern, Kirchen und allen möglichen Industriebauwerken jeder Form und Art. Sie bewegen sich immer einige Meter über dem Boden, oft genug auch in schwindelnden Höhen.

 

Die Anforderungen an ein Gerüst sind vielfältig. Ob im Hochbau oder in der industriellen Fertigung, z. B. Schiffbau, jede Einrichtung muss maßgeschneidert und vor allem sicher sein. Das verlangt von Gerüstbauer/-innen mehr als nur eine sichere Hand und Augenmaß. Sie müssen die unterschiedlichsten Gerüstsysteme kennen und aufbauen können. Dazu kommt noch ein gewisses Maß an Theorie, um Pläne bzw. Zeichnungen zu lesen und mit Angaben über Tragfähigkeit etwas anfangen zu können. Denn Gerüste dienen als Plattform für alle erdenklichen Arbeiten rund ums Gebäude und sollen größtmögliche Sicherheit gewährleisten.

 

Genaue Kenntnisse der Sicherheitsvorschriften und deren Umsetzung sind unerlässlich. Das gilt für den Auf- und Abbau ebenso wie für den Transport und die Lagerung von Gerüstteilen aus Metall und Holz. Alle, die wetterfest und schwindelfrei sind und gern im Team arbeiten, haben mit der Qualifikation in diesem Beruf ein gutes Rüstzeug für die Zukunft.

Ausbildungsordnung (AO)

Welche Inhalte erwarten mich in diesem Beruf?

Das Wichtigste in Kürze

Ausbildungsdauer:

3 Jahre (36 Monate), ggf. Verkürzung

Ausbildungsinhalte:

  • Umweltschutz
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Beschaffen und Auswerten von Informationen, Arbeiten im Team
  • Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen
  • Bearbeiten von Werkstoffen
  • Handhaben und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen
  • Durchführen von Vermessungsarbeiten
  • Beurteilen von Traggründen und Herstellen der Tragfähigkeit
  • Verankern von Gerüsten
  • Bauen von längen- und flächenorientierten Arbeits- und Schutzgerüsten
  • Bauen von Traggerüsten mit Unterkonstruktion einschließlich der Grundschalung
  • Arbeitsplattformen, Arbeitsbühnen und Aufzüge
  • Bauen von Hängegerüsten
  • Bauen von Wetterschutzhallen und Einhausungen
  • Bauen von Gerüsten für besondere Anforderungen
  • qualitätssichernde Maßnahmen und Berichtswesen


Schulische Voraussetzungen:
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluß (Typ 10 A).

Bewerber sollten ...
- räumliches Vorstellungsvermögen,
- Handgeschicklichkeit besitzen und
- schwindelfrei sein.

Ausführliche Ausbildungsinformationen

Wenn Sie genauer wissen wollen, wie die Ausbildung zum/zur Gerüstbauer/in abläuft, finden Sie bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit, hierzu jede Menge Informationen. Mehr Info geht nicht.

Typische Tätigkeiten

Was machen Gerüstbauer eigentlich den ganzen Tag? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus, mit welchen Materialien arbeiten sie?

Die Antwort darauf gibt's hier: Bei berufenet, den Berufsinfoseiten der Bundesagentur für Arbeit bekommen Sie den ultimativen Überblick über den typischen Aufgabenbereich des/r Gerüstbauers/-in.

Welche Perspektiven und Aufstiegschancen bietet der Beruf?

Perspektiven

Aufstiegschancen

Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis kommen unter anderem folgende Weiterbildungsmöglichkeiten für Sie in Frage:

- Gerüstbau - Kolonnenführer/in
- Gerüstbauermeister/in
- Betriebswirt/in - Handwerk

Als Meister/in können Sie einen eigenen Betrieb gründen oder Führungsaufgaben im Betrieb übernehmen.

Mit der erforderlichen Hochschulzugangsberechtigung bieten sich unter anderem folgende Studiengänge an:

- Bauingenieurswesen

Umfassende Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten finden Sie im Programm KURS der Bundesagentur für Arbeit.

Welche Berufe sind ähnlich?

Ähnliche Berufe im Handwerk der Region

Vor Entscheidungen ist es immer gut, ein wenig mehr zu wissen, ein paar Alternativen zu kennen. Dies gilt erst recht vor der Berufsentscheidung, die wie kaum eine andere Entscheidung Ihr weiteres Leben prägen wird.

Der Blick in die Alternativen lohnt sich vor allem dann, wenn im "Traumberuf" nur schwer Lehrstellen zu bekommen sind. Meist gibt es ein, zwei Berufe, die weniger bekannt sind, in denen sich der Traum aber besser verwirklichen lässt - Geheimtips sozusagen.

Daher haben wir für Sie hier die Berufe zusammengestellt, die in Handwerksbetrieben der Region ausgebildet werden und mit dem Beruf des/der Gerüstbauers/-in mehr oder weniger große Ähnlichkeiten aufweisen:

Alternativen

Was ist ähnlich?

  • bautechnische Grundbildung im 1. Ausbildungsjahr ist zum Teil identisch
  • Aufstellen von Arbeits- und Schutzgerüste
  • Einbau von Verankerungs- und Befestigungselementen
  • Aufstellen von Arbeits- und Schutzgerüste
  • Einbau von Verankerungs- und Befestigungselementen

Daten + Fakten

[DRUCKEN Daten+Fakten]

 

I. Ausbildungsberater

Die Handwerkskammer hat die gesetzliche Aufgabe, die Ausbildung zu überwachen und durch Beratung zu fördern. Diese Aufgabe nehmen die 4 Ausbildungsberater/-innen der Kammer wahr. Sie selbst haben langjährige Erfahrung mit Auszubildenden und sind daher bei allen Fragen und Problemen rund um die Ausbildung der richtige Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende. Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der Geheimhaltungspflicht.

 

Die Ausbildungsberater/-innen kommen auch in Ihre Schule, um über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk zu informieren.

 

Ulrike Pütz
Heumarkt 12
50667 Köln
Tel.: 0221 2022-279
Fax: 0221 2022-422
E-Mail: puetz@hwk-koeln.de
Homepage: http://www.hwk-koeln.de

II. Vergütung + Urlaub

Vergütungen für Auszubildende


                               ab 01.08.2012      ab 01.08.2014      ab 01.08.2015
im 1. Ausbildungsjahr      590 € /Monat        608 €/Monat       650 €/Monat
im 2. Ausbildungsjahr      780 € /Monat        803 €/Monat       850 €/Monat
im 3. Ausbildungsjahr   1.020 € /Monat      1.051 €/Monat     1.100 €/Monat


Verbandsempfehlung
 

Urlaubsanspruch

 
Urlaubsanspruch beträgt unter 18 Jahre 25 Arbeitstage, über 18 Jahre 30 Arbeitstage.

 

III. Berufsschulen

Für die Stadt/den Kreis:

 

- Köln

- Leverkusen

- Oberbergischer Kreis

- Rhein-Erftkreis

- Rhein-Sieg-Kreis

- Bonn

- Rheinisch-Bergischer Kreis


Fritz-Hensseler-Berufskolleg
Brügmannstr.25-27
44135 Dortmund
Tel.: 0231-5023155-56
Fax: 0231-577252
E-Mail: verwaltung@fhbk.de

 

IV. Innungen und Verbände

In der Innung haben sich die meisten der Handwerksbetriebe Ihres Bezirks, die den Beruf Gerüstbauer/-in ausbilden, zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Interessen (hierzu zählt unter anderem die Förderung der Berufsausbildung) zu vertreten.

 

Bei allen Fragen, die sich um die Ausbildung zum/zur Gerüstbauer/-in in Ihrer Nähe drehen, ist daher die Innung ein guter Ansprechpartner.

 


Bundesinnung für das Gerüstbauer-Handwerk
Rösrather Str.645
51107 Köln
Tel.: 0221-870600
Fax: 0221-8706090
E-Mail: info@geruestbauhandwerk.de
Homepage: www.geruestbauhandwerk.de

Landesverband

Jede Menge weiterer Ansprechpartner (Bundesverband, Gewerkschaft, Ministerien) sowie viele Materialien finden Sie auf den Berufsinfo-Seiten der Bundesagentur für Arbeit: http://berufenet.arbeitsagentur.de.

 

 

V. Überbetriebliche Ausbildung

Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule wird ergänzt durch mehrere Wochen überbetriebliche Ausbildung.

 

 

In den Kursen der überbetrieblichen Ausbildung werden folgende Inhalte vermittelt:

KursThemaDauer (Wochen)AJ / Bemerkung
GBAU/97 Fachgerechter Einsatz und Bau moderner Gerüste 11 2

 

 

VI. Prüfungsausschüsse

Zwischenprüfung

Während der Berufsausbildung sind ein oder zwei Zwischenprüfungen durchzuführen. Die erste soll nach dem ersten, die zweite nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

 

Abschluss-/Gesellenprüfung

Die Abschluss-/Gesellenprüfung erfolgt am Ende der regulären Ausbildungszeit. Zuständige Rechtsaufsichtsbehörde ist die Handwerkskammer zu Köln. Widersprüche gegen Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind bei dessen Geschäftsstelle oder bei der Handwerkskammer zu Köln, Gesellenprüfungsabteilung, Heumarkt 12, 50667 Köln, einzureichen.

 

Für die Stadt/den Kreis:

- Köln

- Leverkusen

- Oberbergischer Kreis

- Rhein-Erftkreis

- Rhein-Sieg-Kreis

- Bonn

- Rheinisch-Bergischer Kreis



Handwerkskammer Dortmund
Reinoldistr. 7-9
44135 Dortmund
Tel.: 0231-54930
Fax: 0231-5493115
E-Mail: info@hwk-do.de
Homepage: http://www.hwk-do.de